Workshop: Hunde finden und körpersprachlich einladen

Veröffentlicht: 11. Mai 2016 in Gefunden & Verlorenes
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Herzlichen Dank für Ihr reges Interesse an unserem heutigen Workshop! Es freut mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind – wie ich sehe, gibt es viele Ambitionierte, jung und *hrm* reifer, die sich für dieses überaus spannende Thema erwärmen können. Meine Güte, gleich 18 Teilnehmer – total klasse! Also dann, beginnen wir mit ein wenig Theorie. Keine Sorge, das geht schnell und dient nur dazu, Sie alle auf den gleichen Stand zu bringen, bevor wir uns dann direkt in die Praxis werfen. Haha. Werfen.

1. Der Hund, das kryptische Wesen

Was haben wir uns nicht schon alle die Köpfe zerbrochen, wie so ein Hund so tickt. Haha. Tickt. Sie verstehen? … Hahaha.

Es gibt unglaublich viele Binsenweisheiten darüber, wie man Hunde erkennt und – und das ist natürlich das Wichtigste – erreichen kann. Lassen Sie mich Ihnen ei-nes sagen… all das Gefasel darüber, Hunde wären Lebewesen wie Du und Ich sind völliger Quatsch. Da versucht nur jemand, Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ehrlich! Das ändert aber nichts daran, dass auch diese eher einfachen Wesen auf bestimmte Reize reagieren, die wir nutzen können. Und wir alle wissen ja, warum wir hier sind: Weil wir Hunde besonders mögen!

Dennoch lassen Sie mich hier gleich eines erwähnen: Auch andere Tiere sind interessant und auch bei diesen kann Ihnen das hier Gelernte durchaus weiterhelfen.

2. Gras, Gras und nochmal Gras

Wenn Sie also einen Hund finden und erreichen wollen, dann ist vor allem eines wichtig: Suchen Sie Gras. Diese Tiere, also die Hunde, verirren sich viel zu selten in Wälder, unter Büsche oder an noch seltenere Orte. Wiesen sind das grosse Geheimnis. Hunde. Lieben. Wiesen! Es ist bisher noch nicht bekannt, warum das so ist, denn das natürliche Habitat der Hunde sind die Einöden der Gehwege, Feldwege und Strassen, wo kein ordentliches Lebewesen überleben kann. Ja, es gibt sogar die Vermutung, dass sich Hunde an dieses spezielle und unwirtliche Habitat angepasst haben, weil sie sonst nirgends konkurrenzfähig waren. Dennoch müssen sie – und vermutlich riskieren sie dabei regelmässig ihr Leben – Wiesen aufsuchen, um dort äh… ja. Naja. Zumindest findet man sie da zu Hauf.

3. Grashalmspitzen nutzen!

Immer locker aus der Hüfte sollten Sie sich möglichst auf die Spitze eines Grashalmes positionieren. Vergessen Sie bitte nicht, ihre Riecharme immer in Habachtstellung zu behalten – Sie wollen doch nichts verpassen. Anbei ein… oh, zu weit geclickt… wo ist die Zurück-Ta… ah, da… Anbei ein Bild, auf denen ich Ihnen zeige, wie ich es mache.

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Quelle

Jaja, hahaha, kein Grashalm. Sie wissen ja, wie Fotografen so sind… ‚Neee, da is blöööd. Nee, da is der Hintergrund scheisse… ah, da ist das Licht toll…‘ – Ich sag’s Ihnen, die ganze Kletterei ist ganz schön in Arbeit ausgeartet. Hahaha.

Vergessen Sie nicht, auch mal eine Pause einzulegen und arbeiten Sie auch immer ein wenig daran, dass Ihre Hämolymphe nicht übersäuert. So ein Tag auf einem Grashalm – auch abhängig vom Wetter – kann anstrengend werden, wenn Sie nicht aktiv etwas für sich tun und auch erkennen, wann Sie es übertreiben. Bedenken Sie immer: Der nächste Hund kommt bestimmt! Solche Sprüche helfen einem doch auch immer, das Jagdfieber etwas zu mildern. Blödes Dopamin… hahaha.

4. Die Körpersprache der Hunde

Hunde sind Fluchttiere – kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. Das ist auch verständlich, wenn man bedenkt, wie sensorisch eingeschränkt diese Tiere sind. Gehen Sie mal davon aus… und da kann ich wirklich aus jahrelanger Erfahrung berichten!… die Viecher sehen Sie praktisch nicht und riechen Sie überhaupt nicht. Duschen unnötig. Haha. Das Wenige, was an Sehvermögen vorhanden ist, sollte man aber auf jeden Fall nutzen! Als Fluchttier muss man dem Hund einfach so gut wie möglich entgegen kommen. Also dann – wir machen mal eine Trockenübung…

… Stellen Sie sich seitlich… soooo…

… Und nun ducken Sie sich ein wenig… sooo… Ganz wichtig! Nicht zu dolle, sonst könnte der Hund das als Lauerhaltung interpretieren… is zwar eine, aber das muss er ja nicht wissen, ne? Haha.

… Und zuletzt… drehen Sie sich ein wenig weeeeg… so ungefähr… und bereiten vier Ihrer acht schicken Greiferchen mal auf das Greifen vor. Das ist so ne mentale Geschichte… das hilft Ihnen dann, wenn Sie den einen Riecharm, den Sie auf je.den.fall! in der Luft lassen müssen, um zu wissen, was gerade passiert, äh… wo war ich… achso… also das hilft Ihnen, um dann richtig kräftig zupacken zu können!

Ich zeigen Ihnen noch mal das Bild einer guten Kollegin…

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Quelle

Nicht so guter Fotograf… hehe. Wirklich unvorteilhaft. Hrm. Aber Sie sehen sicher, was ich versucht habe, Ihnen zu zeigen? Wollen wir es mal gemeinsam versuchen, damit Sie sich an den Bewegungsablauf einer körpersprachlichen Einladung gewöhnen können? Das muss ja sitzen, wenn der grosse Moment kommt.

Toll machen Sie das! Sehr gut!

Dann… würde ich sagen… schreiten wir mal zur Tat! Ab auf die Grashalme! Den Ort für diesen Workshop habe ich, dank meines eingehenden Wissens zum Thema, extra für Sie ausgewählt – ich bin mir sicher, ja ganz sicher, dass wir heute noch Übungsmaterial, hähä, zu Gesicht bekommen werden…

Das machen Sie prima – ja, auch Sie da hinten! Keine Sorge, ich habe Sie alle im Blick – ich melde mich, wenn ich Verbesserungsvorschläge… oh… riechen Sie das?! Ooooh! Wie wunderbar! Okay, jetzt muss es schnell gehen!

Sie auf den oberen Halmen: Sie nehmen die zwei grossen, die da kommen! Die links den Grauen – die rechts… ja, das haut hin… die Braune!

Wir anderen hier konzentrieren uns auf den kleinen schwarzen!

Wie guuuut die rieeeechen – haben Sie auch solchen Hunger wie ich?! LOS GEHT’S – köööörpersprachliche Eiiiinladuuuung und… HOPP!

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Kommentare
  1. frdrseltsam sagt:

    Diesen Workshop gibt es bei uns nur für Flöhe. Ich nehme aber auch an, dass der Dreieckshund sich voller sozialem Mitgefühl als Floh-Shelter darbietet…

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