Suche Haus, abgelegen… sehr abgelegen

Veröffentlicht: 8. Oktober 2014 in Alltag
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Heute morgen schickt mir eine Freundin ein Foto, das in einer Facebook-Gruppe geteilt wurde – und ich habe dann direkt mal nachgefragt, ob ich das hier zeigen darf. Ich darf… also denn:
22uhr

😀

Vermutlich kann jeder Hundehalter eine Anekdote vom Stapel lassen, wenn es um die liebe Nachbarschaft geht. Ich selbst verfüge über das volle Spektrum: Ich habe hier einerseits die besten Nachbarn, die ich mir überhaupt vorstellen kann – und andererseits die beschissensten, die man nicht mal seinem ärgsten Feind an den Hals wünscht.

Auf eine irgendwie traurige Weise witzig war es beispielsweise, als Ixy als Junghund unter Durchfall litt und es dann hin und wieder nicht bis an den Feldrand schaffte. Auf dem 50m langen Weg dort hin ist eine kleine Wiese, die sich auf der Rückseite einer nicht mehr genutzten Scheune eines älteren Ehepaares befindet – es ist nur ein schmaler Streifen Gras, aber wenn man muss, dann reicht er allemal. Ich habe natürlich immer mein Bestes versucht, alles zu entfernen… ja, hin und wieder bin ich sogar extra mit der Giesskanne zurück gegangen und habe gespült. Dennoch dauerte es nur wenige Wochen, bis die beiden Griesgrämigen ein komplettes Schild – und ich meine ein Schild! So mit Holz und grossem Brett und klecksiger Schrift darauf –  dort aufstellten, das natürlich nur für mich gedacht war:

Dies ist kein Hundeklo!!!

Ja, ach ne. Es ist auch kein Katzen- und kein Vogelklo. Trotzdem scheissen die da hin. Zieht einen Zaun, eine Mauer, vergittert den einen Meter Wiese, den ihr nie zu Gesicht bekommt, weil er auf der Rückseite der Rückseite der Rückseite eures Wohngebäudes ist. Und meine Güte… bleibt doch mal locker!

Mitunter ist es wirklich schlimm, woran sich einzelne aufreiben können, wie sie sich förmlich festbeissen können. Das Halsband klimpert? Nach 22 Uhr? Im Treppenhaus? Ernsthaft? So viele pochen auf ihre persönliche Freiheit – und sind dabei manchmal völlig grenzenlos invasiv, wenn es um die Freiräume anderer geht.

Mein Tipp: Trotz-Toleranz. Es hilft alles nichts. Die Menschen sind wie sie sind und es ist weder mein Wille noch meine Aufgabe, sie zu ändern. Es geht mich (erstmal) nichts an, wie sie denken und wie sie handeln, solange es mich nicht betrifft. Es lebt sich leichter, wenn man sich innerlich distanziert – und kommt einem einsam gelegenen Haus recht nahe. 🙂

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