Über wissenschaftliche Veröffentlichungen – Halsband vs. Geschirr

Veröffentlicht: 17. April 2014 in Allgemein
Schlagwörter:,

Zu diesem Artikel gibt es einen einleitenden Teil, den man möglicherweise gelesen haben sollte, um zu verstehen, warum ich mich nicht wundere, dass das wissenschaftliche Paper, das ich hier etwas zerrupfe, überhaupt veröffentlicht wurde.

Die Hundeszene ist eine der Szenen, die eine relativ direkte Verbindung zur Wissenschaft sucht. Immer wieder geht es darum, warum sich Hunde verhalten, wie sie sich verhalten oder auch, wie man sie am besten hält. Dafür werden dann auch gerne mal Experimente rund um ihre Physiologie zur Argumentation herangezogen. An sich ist das in meinen Augen eine wirklich sinnvolle und begrüssenswerte Herangehensweise. Auch ich bin gerne bereit, meine Meinung zu revidieren, wenn mir eine neue Studie erklärt, warum das, was sie herausgefunden hat, ein Umdenken lohnenswert macht.

Ein grosses und äusserst ärgerliches Problem wird es, wenn eine wissenschaftliche Veröffentlichung wertlose Daten nutzt, einen unsinnigen Versuchsaufbau hat und / oder darauf eine sehr starke Schlussfolgerung aufbaut. Jemand, der kein Wissenschaftler ist oder sich nicht mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen, dem Aufbau von Experimenten und Statistik auskennt, kann den Unterschied nicht immer erkennen. In einem Argument hat er dann einem „Aber die Studie XY hat klar gezeigt, dass…“ nichts entgegenzusetzen.

Hier geht es um die grosse Diskussion „Halsband vs. Geschirr“. Als kommunikativer Hundehalter wird man früher oder später mit diesem Konflikt konfrontiert werden. „Oh, ein Halsband… oje, oje… aber du weisst, wie gefährlich das für deinen Hund ist?“ Nicht nur, dass Halsbänder den Hund gesundheitlich gefährden… das falsche Geschirr tut es auch. Wo hier das Zungenbein bedroht ist, ist es dort der Brustkorb, der eingezwängt wird. Aus der Halswirbelsäule geruckte Wirbel vs. wundgeriebene Achselhöhlen. Abgewürgte Halsschlagadern vs. Verkrüppelung durch Schulterblattbeschränkung.

Wann immer diese Diskussion aufkommt, scheint es keinen Unterschied mehr zu machen, was für ein Hund da an der Leine hängt. Es ist egal, ob 4 kg Chihuahua oder 40 kg Schäferhund – wer zieht oder wem an der Leine geruckt wird, ist in seinem Leib und Leben bedroht, wenn er dabei ein Halsband trägt. Es scheint auch keinen Unterschied zu machen, dass rein anatomisch 4 kg dem gleichen Impuls viel weniger entgegenzusetzen haben als 40 kg. Und es scheint nicht relevant zu sein, dass der Impuls menschseits auf den erwarteten Widerstand angepasst ist: Was bei einem Chi ein Zupfen ist, ist es bei einem Schäferhund nicht. Ein Zupfen bei einem Schäferhund sieht für einen Kleinhundehalter nicht nach Zupfen aus. Zupfe ich an Anti, rührt sich allein seine Wabbelwamme – ein Chi muss schon bei den alltäglichen Situationen während des Angeleintseins notfalls mal mehr Impuls aushalten und hüpft und wankt dann auch mal kurz. Wer meint, ich würde das zusammenphantasieren, leihe sich bitte zwei Hunde entsprechenden Gewichts und probiere ein wenig herum. Viel Spass dabei.

Der Mensch ist praktisch das einzige Wirbeltier, das auf zwei Beinen läuft. Unsere Wirbelsäule ist dafür nur begrenzt geeignet – sie ist eigentlich dafür gemacht, auf vier Beinen getragen zu werden oder… im Wasser zu schweben. Bei keiner anderen Konstruktion (Jajaja, die Giraffe – um Himmels Willen… ignoriert die Giraffe! Die kann nicht mal länger Wasser trinken, ohne ohnmächtig zu werden – die gilt nicht.) lastet so viel Gewicht vertikal (also von oben nach unten) auf ein paar dämlichen kleinen Wirbelchen. Beim Hund nicht: Die Wirbelsäule wird dort mitgetragen, alles andere hängt daran herunter. Auch der Kopf, der anders als bei uns nicht am höchsten Punkt balanciert wird und dort mit relativ wenig Muskulatur an Ort und Stelle gehalten wird, kann dank einer starken Muskulatur auf allen möglichen Ebenen getragen werden. Wenn ein Hund vor sich hin trabt, dotzt sein Kopf nicht irgendwann auf den Boden und darüber sind wir viel zu selten froh.

Ich habe da mal eine Grafik kreiert.

halsband-hund

 

Man sieht die Muskulatur eines Hundes, ich habe ihm ein hübsches türkis farbenes Halsband angelegt. Die roten Pfeile repräsentieren die Zugrichtung, je nach Grösse des Hundes, des Halters und der Länge der Leine fällt die natürlich etwas unterschiedlich aus. Eingefügt habe ich den relevanten Teil des Skelettes vom Schulterblatt bis zum Schädelansatz… also die Halswirbelsäule (leider habe ich keine Grafik gefunden, die beides verbindet und so stimmt es leider nicht ganz). Der grüne Punkt zeigt dann noch an, wo das berühmt-berüchtigte Zungenbein sitzt und das tatsächlich eine sehr filigrane Struktur ist. Deutlich wird, dass die Halswirbelsäule extrem gut in dicke Muskelstränge eingepackt ist – und um das Zungenbein eines Hundes zu verletzen, muss man das Halsband an einem Ort anbringen, wo es so oder so nichts zu suchen hat. Hier findet man noch eine weiterführende Auflösung der verschiedenen Muskelstränge am hündischen Hals, die den Kopf in Position halten – und hier etwas ähnliches für den menschlichen Hals mit seinen paar Muskelzuppeln.

Warum ich das mit dem Hals des Menschen immer wieder erwähne? Weil dieses Argument immer gerne herangezogen wird: „Dann nimm mal ein Halsband und leg es dir um den Hals und zieh ma…“ Man müsste einen Physiologen oder Anatomen fragen, aber beim Vergleich der Mächtigkeit der Muskulatur könnte es möglicherweise mehr Sinn machen, sich das Halsband um den Oberarm oder die Wade zu legen, um ein ähnliches Gefühl zu erzeugen, wie es der Hund am Hals verspürt. Gleichzeitig weise ich damit auf die Wahrscheinlichkeit hin, dass man einem Hund ab einer bestimmten Grösse (denn tatsächlich hat das muskuläre Material eines Zwerghundes der menschlichen Körperkraft nichts entgegen zu setzen) nicht so einfach mit einem Halsband Wirbel aus dem Hals schieben kann.

Zu der Diskussion kommt dann von meiner Seite aus ein ganz praktischer Aspekt. Ein Hund zieht am Geschirr tendenziell mehr als am Halsband – das ist zumindest meine Erfahrung. Mehr noch: Am Geschirr ist der Ring, der Geschirr mit Leine verbindet, praktisch immer hinter den Schultern angebracht, während es bei einem Halsband vor den Schultern und damit den Vorderbeinen liegt. Einen Hund bis zu einem gewissen Gewicht kann man umlenken, indem man ihn einfach herumzieht, aber ab einem gewissen Gewicht geht das nicht mehr – und dann wird es wirklich mühsam, einen Hund noch schmerz- und verletzungsfrei (und zwar auf Seiten des Halters) zu handhaben, sofern er nicht voll ansprechbar und kooperationsbereit ist. Bei einem Geschirr wird deswegen gerne vorgeschlagen, vorne am Geschirr noch eine Halterung anzubringen, die das Umlenken erleichtern soll – wollte ich zwei Hunde mit Schnürchen führen, wäre ich Marionettenspieler geworden.

Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass bei Hunden wie sie Anti und Ixy von ihrer Statur und ihrem Charakter her sind, wie wir unseren Alltag leben und wie leidensfähig meine Schultern sind, ein Halsband besser geeignet ist als ein Geschirr. Sollte ich mal wollen, dass Anti und Ixy ziehen können, tragen sie ein Geschirr. Normalerweise laufen Anti und Ixy nackt – sie tragen weder ein Halsband, noch ein Geschirr, denn ich nutze Retrieverleinen.

Und nun stosse ich vor ein paar Tagen auf ein wissenschaftliches Paper, das 2006 veröffentlicht wurde, und offenbar immer noch dazu herangezogen wird, gegen ein Halsband zu argumentieren – denn auch die Schlussfolgerung dieser Studie ist, dass Halsbänder gesundheitsschädlich und Geschirre gut sind. Nach dem ersten Überfliegen des Papers wusste ich, dass da etwas nicht stimmen kann… und dabei bin ich wirklich eine absolute Niete in Statistik. Schon immer gewesen…

edit [18. Juli 2014]: Dieser Artikel macht gerade eine kleine Runde durch die Netzwelt. Um es den Lesern einfacher zu machen, sich durch die verschiedenen Teile zu robben, ist hier eine kleine Übersicht mit Verlinkungen zu den weiteren Teilen.

Teil 1 – Einleitung
Teil 2 – Halsband vs. Geschirr (diese Seite)
Teil 3 – Das Paper und seine Methoden
Teil 4 – Das Paper und seine Ergebnisse
Teil 5 – Ein Fazit

Advertisements
Kommentare
  1. Ines Schilling sagt:

    super witzig geschrieben, danke. Ich nutze beides für beide Hunde.

  2. Steinwitz sagt:

    Bevor das Geschirr in Mode kam, wurden diese nur an Schlittenhunden angelegt, dass diese „gut“ ziehen konnten, ohne das ein Dauerdruck auf dem Hals lag. Durch das Geschirr wird der Druck auf die Brust gelegt, damit der Hund sich richtig gut reinlegen kann.
    Bei einigen Such-, Arbeitshunden kam das Geschirr ebenfalls zum Einsatz.

    Der Otto-Normal-Hund trug ein Halsband.
    Einige Halter waren nicht in der Lage ihre Hunde soweit zu erziehen, dass diese nicht wie irre im Halsband standen. Diese Zweibein-Halsband-Ziehhunde bekamen in der Tat etwas am Hals.

    Nun wurden nicht die Hundehalter angehalten, ihre Hunde vernünftig zu erziehen, NEIN die Industrie witterte einen neuen Zweig und schon kamen die Hunderetter – Geschirre für den Hund, bzw für den Hundefhalter.
    Die Industrie hat einen neuen Wirtschaftszweig, der Hund hat den Freibrief zum sinnlosen Ziehen und der Halter hat keine Schuld – ist doch alles perfekt ………………..

  3. Randalerandolf sagt:

    Der Vergleich zur menschlichen Halsmuskulatur hinkt hinten und vorne. Erstens fehlt beim Menschen die komplette Schulter- und Rückenmuskulatur als Kopfhalter-/beweger und zweitens:
    Selbst wenn das Halsband unterhalb des Zungenbeins angebracht ist, kann es Zug bzw Druck auf eben dieses ausüben (Biomechanik und FUNKTIONELLE Anatomie). Halsschlagader, Hirnnerven und Co verlaufen dort ebenso. Die Brustwirbelsäule besitzt weitaus unempfindlichere Bereiche.

    • Emon sagt:

      Der Mensch keine Schulter und Rückenmuskulatur ?
      Und wo kommt Zug oder Druck hin ,wenn Halsband locker um den Hals liegt, und der Hund NICHT zieht ?

  4. Annette Klösges sagt:

    Alles sehr interessant, aber ich meine, das alles Entscheidende ist es, den Hund so zu erziehen, dass er nicht zieht. So sollte er niemals erlernen, dass er mit Ziehen Erfolg hat!!!

  5. Guido sagt:

    Alles Gut und alles richtig argumentiert. Aber ich sehe das Problem nicht in Brustkorb und Zungenbein des Hundes. Eher steckt das Problem am anderen Leinenende direkt im Kopf. Wer seien Hund an Halsband oder Geschirr zerren muss um die Richtung zu ändern oder Arges zu vermeiden, sollte sich in Richtung Goldhamster umorientieren. Hunde im Rudel zerren nicht an sich rum, sie kommunizieren. Wenn man als Zweibeiner Rudelführer sein will, dann kommuniziert mit Eurem Hund. Am besten auf Hundeniveau, denn wir haben ein paar Gehirnzellen mehr und sind durchaus in der Lage dem Hund mit und ohne Geräusche zu vermitteln „wo es lang geht“.

    PS. Ich bin für Halsband, kann man schneller an- oder abmachen und es gibt viel mehr hübsche Halsbänder als Geschirre. Und: nehmt mich aber auch Euch selbst nicht immer so Bier-ernst!!

    • Anti-Mensch sagt:

      Goldhamster gehen nicht so irre gerne Gassi, habe ich gehört. 😉

    • Aloisia sagt:

      ich finde dass beides seine Berechtigung hat. Ich verwende zum Gassi gehen das Halsband und im Auto das Geschirr, da mein Hund die Rückbank vom Auto beansprucht, grins.
      Das ein Hundeproblem immer an anderen Ende der Leine entsteht sollte eigenlich schon hinlänglich bekannt sein, leider nicht beim Gesetzgeber, Denn wenn ein Hund eingeschläfert werden muss (lt. Gesetz, nach diversen Vorfällen) oder ins Tierheim kommt, wird der Halter nicht dazu genommen, ergo er kann sich wieder einen Hund nehmen und die ganze Sch… beginnt von vorne.(ja alle die jetzt zu dem meckern wollen, geschenkt) grins

  6. Endlich mal ein richtig guter und fundierter Artikel zu diesem Thema. Dabei wurden die vielen vielen gesundheitlichen Nachteile des Geschirrs nur angerissen. Die würden auch den Rahmen sprengen.

    sehr gut geschrieben. .. Daumen hoch

  7. Tony sagt:

    An den Verfasser :

    Der Homosapiens geht seid mindestens 200.000 Jahren aufrecht . Die Behauptung das die Wirbelsäule nur bedingt dazu geeignet ist ist das was sie ist -> eine Blödsinnige behauptung .

    Unsere WIrbelsäule ist S Fömig aufgrunddessen das Gewicht verteilt wird .
    Wikipedia :
    Der Mensch besitzt keinen Greiffuß wie die meisten anderen Primaten, sondern einen Fuß mit verkürzten Zehen und anliegender Großzehe. Dafür dient die Hand des Menschen nicht mehr zur Fortbewegung. Untypisch für einen Affen sind beim Menschen die Arme kürzer als die Beine. Wie bei allen Menschenartigen fehlt der Schwanz. Eine weitere Folge der Entwicklung des aufrechten Gangs beim Menschen ist seine doppelt-S-förmige Wirbelsäule und das kräftig ausgebildete Gesäß, welches die aufrechte Haltung und Fortbewegung erst ermöglicht.

    Der aufrechte Gang muss erst individuell erlernt werden, was etwa ein bis eineinhalb Jahre ab der Geburt dauert.

    Unsere Anatomie entspricht also dem aufrechtem Gang . Wir haben keine Greifzehen unsere Arme sind kürzer , wir haben keinen schwanz und ein kräftig ausgebildetes Gesäß . Der Schwanz dient unter anderem bei Hunden zu Richtungswechsel udn Balance akten .

    Kurzum :

    Wir sind eben nicht fürs Wasserschweben konzipiert sondern haben usn für den aufrechten Gang entwickelt das nennt sich im übrigen Evolution .

    Bevor sie sich also das nächste mal daran machen wissenschaftliche Studien und Belege zu zerfleddern sie sich und ihr Wissen auf den dafür notwendigen Stand bringen .

    mfg

    • Anti-Mensch sagt:

      Ich habe nicht behauptet, dass sich die Wirbelsäule des Menschen nicht an den aufrechten Gang angepasst hat – natürlich hat sie das. Betrachtet man, wie lange es Wirbelsäulen schon gibt und wie sie von allen anderen Wirbeltieren verwendet werden, wird klar, dass ein anatomisches Konstrukt umgeformt wurde, damit das mit der Zweibeinigkeit klappt. Deswegen können wir aber auch (im Verhältnis) nicht besonders gut schwimmen, nicht besonders gut klettern und nicht besonders gut rennen – man kann nicht alles haben. Ich habe nichts gegen unsere Wirbelsäule, ich finde sie auch nicht blöd… und im Grunde haben Sie genau die Punkte geliefert, die es schier unmöglich machen, das Tragen eines Halsbandes am Menschen zu überprüfen, indem wir uns ein Halsband umlegen. Alles an unserer Wirbelsäule UND unserer restlichen Anatomie hat sich an den aufrechten Gang auf zwei Beinen angepasst – wir teilen nur das gleiche Bauteil.

      Ich ignoriere jetzt also mal den pampigen Ton und schreibe: Danke! Genau so sieht’s aus. 🙂

      • Aloisia sagt:

        super geschrieben, man sieht wieder mal wie sich das Sprichwort bewahrheitet, „allen Recht getan ist eine Kunst die niemand kann.
        Ich danke Dir jedenfalls für die gute und lockerer Erklärung auch wenn sie nicht „rein“ Wissenschaftlich sein soll.
        LG

  8. Geschirr-Anwenderin sagt:

    Hallo erst mal zusammen.
    Wir haben eine Jack-Russle-Hündin, mittlerweile schon 6 1/2 Jahre jung. Ganz am Anfang hatten wir ein Nylon HB für sie, sie steht auch grundsätzlich darin, da sie einen extrem ausgeprägten Jagdtrieb hat und kaum ruhig gehen kann, hatten wir uns dazu entschlossen, ihr ein Geschirr zu kaufen, auch darin steht sie.Vom Ziehverhalten macht es keinerlei Unterschied, das stimmt. Aber sie ist nicht mehr heisser, wie sie es vom HB war, da das HB zum großen Teil auf die Luftröhre drückt und ihr Hals auch kürzer ist, als bei einem Schäferhund liegt eben auch dieses HB unter Umständen auf dem Kehlkopf… Mir egal ob es eine Modeerscheinung ist, mit diesem Geschirr, solang wir ihr das atmen ermöglichen können, wenn sie sich ins Geschirr wirft. Es wird immer Pro & Kontras geben, meiner Meinung nach sollte jeder Hundehalter selbst entscheiden, was für seinen Hund das Beste ist und sich nicht verunsichern lassen, durch irgendwelche Studien. Man muss sein Tier beobachten….. Ich hatte mir auch mal eine Seite von einer Tierärztin durchgelesen, sie sprach sich in keinsterweise gegen ein Geschirr aus, sie schrieb nur, dass man das Geschirr mal gegen ein anderes austauschen sollte, weil bei einem Norweger-Geschirr die Druckpunkte anderes sind, als bei einem T-Geschirr…..Darüber sollte man sich mal eher Gedanken machen, als darüber, was nun wirklich sinnvoller oder sinnfreier ist…HB oder Geschirr ?….Die Entscheidung sollte halt bei jedem Einzelnen liegen…..

    Das ist meine Meinung dazu, wünsche euch noch einen schönen Sonntag…

    • Anti-Mensch sagt:

      Man darf nicht vergessen, dass dieser Abschnitt „Halsband vs. Geschirr“ einer von fünf Teilen ist, in denen es im Grunde nicht darum geht, dass Halsbänder besser als Geschirre wären. Meine Hunde haben beides (eigentlich haben sie praktisch alles ^^) und ja, es kommt immer auf den Hund und die Umstände an. Es geht hier darum, dass es – genau aus diesen Gründen – falsch ist, Halsbänder zu verteufeln… und das dann auch noch mit einer schlechten wissenschaftlichen Studie belegen zu wollen.

      Ich kann an der Statistik dieses Blogs sehen, dass nur ein Bruchteil der Leser neben diesem Teil auch die anderen vier Teile des Artikels gelesen haben, was ich persönlich natürlich etwas schade finde 😉 … aber im Gesamtkontext wird das hoffentlich klar.

  9. Tony sagt:

    Sie haben zuersteinmal die Behauptung aufgestellt das unsere Wirbelsäule dazu geschaffen ist auf 4 Beinen zu gehen ode rim Wasser zu schweben . Das ist Falsch .

    Ihre Behauptung im Detail :
    „Unsere Wirbelsäule ist dafür nur begrenzt geeignet – sie ist eigentlich dafür gemacht, auf vier Beinen getragen zu werden oder… im Wasser zu schweben “

    Diese krude Behauptung ist nicht falsifizierbar , Alleine schon durch die S Krümmung , das Zusammenspiel und das Wirken der Stoßdämpfer die sie abschätzig ald dämliche kleine WIrbelchen bezeichnen zeigt das sie nicht wirklich bescheid darüber wissen wie das Gewicht auf den Körper sich verteilt . Wo es abgefangen wird wie die Energie der Tritte ( schläge) abgefedert wird , Bevor sie also versuchen sich an die Funktionsweise von paar dämlichen kleinen WIrbelchen heranmachen sollten sie eventuell einmal einen Orthopäden diesbezüglich befragen .,

    Noch einfacher wäre es allerdings wenn sie selbst wissenschaftlich vorgehen würden und ihren eigenen Körper beim gehen / joggen beobachten .
    Ihr Gewicht verteilt sich auf die Bein und Wadenmuskulatur die Schläge der Schritte verteilen sich über den gesamten Körper man spürt oftmals beim laufen die wangen *wackeln* die paar dämlcihen WIrbeln dienen in diesem Fall als stoßdämpfer der Po dient uns als ausgleich er hält uns in der Waage .einfach erklärt .

    Sie führen wunderbar an was wir nicht gunt können klettern laufen schwimmen , vergessen jedoch dabei das für uns und die Evolution war das nicht notwendig .war 😉 .

    Fakt ist das der Mensch in seinem Anatomischen Konstrukt nicht bedingt geschaffen ist sondern pädestiniert dazu ist er ist dafür geschaffen .

    Besides : ich benutze ein Brustgeschirr und wenn ich es möchte führe ich meine Hündin wie jeden anderen Hund an 2 Fingerspitzen die Hündin hat 36 kg also durchaus mit ihrem 40 kg Beispiel zu vergleichen . Wenn sie also eine gegenteillige Erfahrung gemacht haben dann liegt es eventuell daran das sie dieses Werkzeug Falsch angewendet haben und /oder generell die Leinen führung missverstanden haben . Das hat jedoch nichts mit dem Werkzeug Brustgeschirr zutun ,

    Ich habe keine Ahnung ob der Hund das Zungenbein oder sonstiges beim Halsband verletzt
    ist mir im Prinzip auch egal , ich bevorzuge ein gut sitzendes Brustgeschirr ich fühle mich sicherer
    die Hündin könnte mir nicht auskommen ( sie würde nie davonlaufen , aber dennoch) .

    Außerdem benutze ich Geschirre gleichzeitig als Einkaufsrucksack was somit auch einen praktischen Zweck erfüllt , 😉

    • Anti-Mensch sagt:

      Was wollen Sie hören? Sie haben recht und ich unrecht? Wir könnten uns darüber endlos auseinandersetzen, denn man kann meine Formulierung im Text wohl als missverständlich ansehen – ich spreche die Wirbelsäule im Allgemeinen als eine der möglichen Konstruktionsvarianten eines Skeletts im Tierreich an. Nie im Leben war es meine Absicht, die herrliche menschliche Wirbelsäule in Verruf zu bringen! Sie ist ein wundervolles Ding – ganz, ganz ehrlich. Ja, man könnte soweit gehen zu sagen, dass… ich meine Wirbelsäule total lieb habe.

      Das ändert aber nichts daran, dass Sie sich irgendwie terrierartig in diesen einen kleinen Abschnitt verbissen haben, der aus stilistischen Gründen etwas überspitzt formuliert wurde… sollten Sie einen der vier anderen Teile des Artikels gelesen haben, ist Ihnen bestimmt aufgefallen, dass ich dazu neige, im Sinne des leichteren Lesens etwas Laissez faire beim Schreiben walten zu lassen. Ich darf das, das ist mein Blog.

      Sie haben meine volle Anerkennung dafür, dass Sie Ihre Hündin so toll führen können. Sie sind toller als ich. Das wissen Sie natürlich, denn Sie haben sicher meine anderen Artikel zu dem Thema gelesen: Sie haben blitzgescheit erkannt, was kein Geheimnis ist… ich bin Leinenführigkeitsversager. Glücklicherweise geht es in diesem (Gesamt)Artikel ja nicht um Leinenführigkeit… oder um menschliche Wirbelsäulen, nicht-weglaufende Hunde und Shopping. Aber… ja, ich gebe zu… ich wäre sicherlich beeindruckt, wenn Ihre Erläuterungen weniger protzig und prahlerisch daher kommen würden und irgendwas, ja einen Fitzel mit dem Thema zu tun hätten. So gehören Sie für mich einfach nur zu den ganz, ganz vielen Hundehaltern, die etwas geschafft haben, was ich nicht geschafft habe. Nicht mehr und nicht weniger. 🙂

  10. Tony sagt:

    Na Hoppla di Hopp merke ich da unmut ? 😀

    Also zuersteinmal : Hören will ich gar nichts ihre Formulierung kann man nicht fehl interpretieren
    Ihre behauptung ist schlichtweg falsch .
    Sie sprechen auch nicht nur von der Wirbelsäule im Tierreich nein sie sind so vermessen zu behaupten das paar mickirge Wirbel unser Gewicht tragen d.h sie sprechen hier vom Menschen
    sie analysieren den Menschen und seinen Skelettaufbau (Wirbelsäule) udn behaupten allenernstes das wir nur bedingt für den aufrechten Gang geeignet sind und stützen diesen Mist auch noch mit Argumenten wie ; wir laufen schwimmen klettern schlecht und deswegen wäre es besser für den Menschen im Wasser zu schweben .

    Sie tun also genau das was sie anderen Orts kritiseren unwissenschaftliches vorgehen ohne profunde Erkenntnisse oder Beweise .

    Jedes Lebewesen egal ob Mensch oder Tier ist an seine Umgebung angepasst .
    Fische können gut schwimmen aufgrund der Körperkonstruktion udn nicht aufgrund der Wirbelsäule .

    Bei Jägern ist es genau das selbe . Geparde erreichen ihre Geschwindigkeit nicht aufgrund ihrer Wirbelsäule sondern aufgrund ihres Körperbaus ihrer Organe ( beschleunigung) und der Muskel .

    Ihre Argumentation ist also schoneinmal reiflich na sagen wir mal unüberlegt .

    und nein dieser Teil ist nicht nur überspitzt formuliert wie sie es gerne darstellen möchten schliesslich haben sie ihm ja auch eine Grafik angehängt .

    Selbstverständlich habe ich ihren Artikel gelesen wenn auch am schluss nur mehr überflogen
    Ich gehöre immerhin zu den Menschen die sich zuerst informieren bevor sie irgendetwas behaupten 🙂

    Un dnein ich bin keienswegs toller als sie ich hoffe sie haben jetzt dadurch keine Minderwertigkeitskomplexe , sie schrieben jedoch selbst das ihr Hund beim anlegen des Brustgeschirrs sich mehr ins Zeug legte und zog . Also schrieb ich das sie eventuell ! das Werkzeug falsch angewendet haben . Das mit dem versager unterstellen SIE wohl um mitleid zu erwecken oder keine Ahnung warum .

    😉

    • Anti-Mensch sagt:

      Unmut? Neinein… ich habe mir dank Mailadresse und IP angeschaut, wer Sie sind und bin vollkommen entspannt. 😉

    • gerd leder sagt:

      der Mensch ist übrigens einer der ausdauerndsten läufer unter den säugetieren. ausserdem ist er körperlich extrem vielseitig. ich kenne kein tier, daß folgende übungen nachmachen kann, die jeder halbwegs trainierte mensch bewältigen kann: eine 3m hohe glatte stange hochklettern, danach 200m in 5minuten schwimmen, 100m in 15 sec laufen und zum abschluss 2km in 10 minuten laufen. manche naturvölker hetzen ihre beute ( antilopen, hirsche) im dauerlauf, bis zur erschöpfung (der beute).
      zum vergleich halsmuskulatur hund- mensch. beim versuch, einen hasen von 3,5 kg mit den zähnen zu packen und tot zu schütteln, würden wir menschen uns wohl das genick brechen

  11. Coco sagt:

    Leider klafft oft eine große Lücke zwischen der Leinenführigkeit im ideal und den tatsächlichen Zuständen… sehr häufig (nicht übertrieben, meist kleinere Hunde) sehe ich Hunde, die angeleint am Halsband geführt werden und fürchterlich röchelnde Geräusche von sich geben, weil sie wie verrückt ziehen… und aufgrund der geringen Größe zieht das Halsband auch nicht selten recht stark nach oben, nicht wie auf der Grafik nach hinten… ich denke ein gut angepasstes Geschirr wäre dort besser… übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, dass Hunde am Geschirr weniger ziehen als am Halsband… ich vermute, dies ist eines der vielen Themen, über die bis in alle Ewigkeit gestritten wird… ich glaube, es sollte individuell gehandhabt werden, sprich für den einen passt dies besser, für den anderen eben jenes und beides hat seine Vor- und Nachteile

  12. Gaby sagt:

    Die ganze Geschichte ist zwar schon etwas älter, aber ich bin gerade erst darauf gestoßen.

    Schon beeindruckend welch speichelsprühenden Zorn so ein humoristisch geschriebener Artikel auslösen kann – staun!

    Jemand der sich so aufregen muss, weil die menschliche Wirbelsäule ein wenig verunglimpft wird, dass er deswegen die Schreibfähigkeit verliert, ist vielleicht zu lange an einem schlecht sitzenden Halsband geführt worden, das hat scheinbar zu chronischem Sauerstoffmangel im Hirn geführt.

    Es ist nur ein Blog und keine Doktorarbeit über Anatomie.

    Also, wenn man zum Lachen in den Keller geht: Kragen lockern, dann klappts vielleicht…

    Ich habe mich bis jetzt über fast alle Artikel köstlich amüsiert und viel Wahres darin gesehen.

    Ich möchte mich ganz herzlich für gesunden Menschenverstand und feinen Humor bedanken!
    PS mein Hund ist jung und zieht immer mal wieder am Halsband, ja, und dann röchelt er auch mal, aber er ist ja kein kleiner Dussel und lernt, dass es schlauer ist, nicht zu ziehen.

    Warum gibt es für manche Menschen nur schwarz und weiß?

  13. alexandra sagt:

    Darf ich diese Artikel ins italienische uebersetzen?

  14. petra danis sagt:

    ich habe meinen hund weder ein halsband noch ein geschirr angelegt, da er frei auch in der stadt laufen kann. in städten wo leinenzwang ist lege ich ausnahmsweise und sehr widerwillig ein halsband an. meide daher auch größere und längere ausflüge dorthin. aber die arbeit ist intensiv, lohnt sich aber. habe mit meiner theorie auch gegen meinen hundeverein gearbeitet. und das ich richtig lag beweist die tatsache das ich wegen einer knieoperation 1 jahr behindert war und ein hund an der leine oder geschirr macht mein laufen mit krücken auch nicht stabiler.

  15. Petra Bentrup sagt:

    Eine sehr klare Ausführung.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s