Helicobacter-Infekt 3

Veröffentlicht: 8. Mai 2013 in Allgemein
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Zur Info: Neuer Artikel – das hilft bei Ixy gegen die Schluckanfälle *click*

Die Einnahme all dieser Medikamente war für beide Hunde offensichtlich nicht angenehm. Es dauerte einige Tage, aber dann konnte man den Hunden schon sehr gut anmerkend, wie anstrengend diese Therapie für den Körper war. Anti frisst bis heute das Futter nicht mehr, dass er zu der Zeit bekam, weil er vermutet, dass das die Wurzel allen Übels war. Letztendlich haben wir es aber geschafft, die Hunde konsequent und ohne jegliche Verluste durch die Therapie zu bringen.

IMG 0461smDie Zunge ist berechtigt! Wir sind da gerade durch den Burger King-DriveThru gekommen… 😉 Das war Ende letzten Jahres nach der Antibiose.

Das war im Sommer letzten Jahres. Bei Anti habe ich nie wieder eine richtige deftige Übersäuerung beobachtet – der erste Anfall nach der Therapie war noch ein Schockmoment, da dachte ich, das alles wäre umsonst gewesen und wir würden wohl akzeptieren müssen, dass Ixy an diesen Übersäuerungen leidet. Der Anfall danach war kaum erwähnenswert. Ixy hatte ihren letzten Anfall vor einigen Monaten… er war kurz und weder bewegte sie sich von ihrer Liegeposition, noch musste ich mich von der Couch hieven.

Seitdem blüht dieser nun fast zweijährige Hund auf: Zum ersten Mal sehe ich richtige Spielaufforderungen, Matsch kann minutenlang mit den Pfoten und der Nase untersucht werden, Ixy plantscht in den Wassergräben wie ein wasserscheues Nilpferd und kann sich kaum auf den Beinen halten, wenn sie unter ihren Pfoten Gras fühlt. Dann lässt sie sich fallen, rollt sich und frisst dabei Gras… ja, sie kann sogar Gras fressen, während sie an zwei von vier Beinen von Menschen, die hier anonym bleiben wollen, liebevoll über die Wiese gezogen wird. Sie ‚kichert‘ dabei und hält sich mit den Pfoten die Augen zu, während sie sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Fast könnte man meinen, Ixy würde wieder zum Welpen. Ich lasse ihr diesen Entwicklungsschritt, ich gebe ihr alle Zeit die sie braucht, weil ich das Gefühl habe, dass das noch einiges zu ihrer Ausformung als Hundepersönlichkeit beitragen kann. fruehling 537smAuch auf dem Hundeplatz zeigt sie nun in Ansätzen, dass in ihr ein Mali steckt – vor zwei Wochen konnte ich zum ersten Mal zuverlässig mit Beute belohnen… und das Spiel mit der Beute gefiel Ixy. Die Trainingsmomente, in denen ich Ixy mit dem Schwanz habe wedeln sehen, lassen sich vermutlich immer noch an einer Hand abzählen.

Sukzessive nimmt ihr Kot Form an – und das meine ich so, wie ich es schreibe. Bis vor einigen Monaten kannte ich Kot in der klassischen Form von Ixy nicht. Es ist schwer zu vermitteln, was es für ein erleichterndes und tolles Gefühl ist, tatsächlich Kot in Kackbeutel zu befördern und nicht mehr breiige Flecken zu hinterlassen. Jeden Tag auf’s Neue kann ich mich über Ixys Scheisse freuen.

Insgesamt habe ich nicht das Gefühl, dass Ixys Körper schon alle Schäden beheben konnte, die die Helicobacter angerichtet haben, aber ich bin recht zuversichtlich, dass sie auf dem Weg einer vollständigen Heilung ist. Beeindruckend ist allerdings, wie lange der junge Hundekörper benötigt, um sich von so einer Infektion zu erholen. Immerhin bekommt sie kaum noch zusätzliches Fett ins Futter… und heute hat sie zu viel Gras gefressen, es in zwei Ladungen ausgekotzt… und keinen Schluckanfall bekommen! 🙂

Leider muss ich hier auch erwähnen, dass Ixys Schwester immer noch Schluckanfälle bekommt. Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob ihre Halterin vor hat, sie nochmals auf Helicobacter testen zu lassen – ich werde das nachtragen, sobald ich es weiss.

fruehling 063sm

Hier geht’s direkt zu Teil 1 und hier zu Teil 2.

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Kommentare
  1. Anti-Mensch sagt:

    c. muller hat diesen Kommentar zum Thema geschrieben, allerdings am völlig falschen Ort – ich kann hier nicht verschieben, also kopiere ich ihn hier rüber:

    „hallo ihr, intressanter Bericht.Habe auch ein hund mit schluckanfälle,so schlimm ,dass ich ihn nicht mehr mag alleine lassen.Haben jetzt ein ct hinter uns, und diese Woche eine Magenspiegelung.Nichts aussergewöhnliches,ausser ein paar pigmentierte Stellen ,in der Speiseröhre,die auf chronische entzündung hinweisen könnten.Ergebnisse stehen noch aus,kommen in den nächsen 2 wochen.Mein hund darf auch nur noch sein Futter essen,sonst meistens ein neuer Anfall.Muss draussen au immer schauen,dass er ja nichts anderes erwischt. lg corinne“

  2. Anti-Mensch sagt:

    Und das war meine Antwort:

    „Ich wünsche Dir, dass Deinem Hund so bald wie möglich geholfen werden kann. 🙂 Es kann sich übrigens im Sinne der Lebensqualität lohnen, den Hund positiv an einen (gut sitzenden) Maulkorb zu gewöhnen. Damit ist man zwar auch nicht vor allem gefeit, aber es entspannt die Gesamtsituation etwas.

    Vielleicht magst Du Dich noch mal hier melden, wenn das Ergebnis der Magenspiegelung da ist?“

  3. c. muller sagt:

    ok,melde mich nochmals,wenn ich alle Ergebnisse habe.Da mein hund ibd hat,könnte es daran liegen.Ob ein zuviel an Magensäure vorliegt,wird noch getestet.Biobsien stehen noch aus.lg corinne

  4. Anti-Mensch sagt:

    Sandra pawasarat hat an anderer Stelle Folgendes geschrieben:
    „Hallo, ich melde mich wegen den schluckanfällen die uns und unseren Hund seit 8 Jahren quälen und wir eigentlich auch schon alle Diagnosen und Medikamente durch haben. Jetzt haben wir evtl durch einen Zufall endlich einen Schritt in die richtige Richtung getan. Liebe Grüße Sandra Pawasarat mit Gelbbacke Troll“

    Auch diesen Kommentar kopiere ich hier her, damit es Bezug auf den Helicobacter-Artikel nimmt.

    Ich wünsche Dir, Sandra, dass eine Diagnose gestellt werden kann und würde mich freuen, wenn Du dann hier noch mal ein Feedback gibst – auch wenn es letztendlich nicht Helicobacter sein sollten. 🙂

    • Sandra pawasarat sagt:

      Hallo nochmal, ich bin z.zt unterwegs und deshalb auch nur kurz angebunden ..obwohl dieses Thema unser leben beherrscht. Auf dem Video spielt sich antis schluckanfall genauso ab wie bei uns. Und auch bei uns eskaliert das dann total. Wir waren bei allen Spezialisten und auch die Biopsien waren ohne Befund. Unseren Hund legen wir bei jedem Anfall in Narkose und wenn er dann nach 3 Stunden aufwacht, ist alles wieder gut. Dadurch sind auch die Nachwehen nicht mehr so schlimm weil diesen schlucken und die dadurch entstehenden Reizungen von Magen, Schlund und rachenraum nicht so stark ausgeprägt sind. Unser Hund bekommt seit 7 Jahren luminal und die Diagnose ist ganz klar eine Form von Epilepsie . Das haben auch Messungen von gehirnstömen während eines Anfalls dokumentiert . Ich habe mich auch jahrelang gegen diese Diagnose gewährt und alle möglichen Behandlungen in Richtung Magensäure durchgemacht aber es blieb bei dem anfallsrhytmus von ca 8 Wochen. Jetzt ist unsere altdeutsche Gelbbacke 11 Jahre und er bekam jetzt erstmals die klassische Spritze für Hunde , die manchmal etwas schwer aufstehen und siehe da, es hilft auch gegen die Anfälle. Wenn das Lie Lösung ist, weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll? Seit 7 Jahren hab ich meinen Hund zugedröhnt und keine Sekunde mehr aus den Augen gelassen , was bedeutet, dass mein mann und ich unsere leben umstellen mussten und dann hilft eine antilahmheitssprittze alle 6 Wochen ?

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