Anti-Google

Veröffentlicht: 9. April 2013 in Allgemein
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Ich finde, langsam wird es Zeit, eine Kultur wiederzubeleben: Die Top 10 der Suchmaschinen-Anfragen, die Menschen hier zu Antis Blog brachten. Man soll ja nicht knausern mit den Dienstleistungen in diesem kostenfreien und gehaltlosen Medium…

Nummer 1: „saarloos schäferhund mix“

Da is einer:
Anti

Nummer 2: „kleinen finger mit leine gebrochen“

*Kaffeeklatsch-Modus* Ja, hab ich jetzt schon öfter gehört… wobei ganz selten die Leine Schuld war – sondern eher die Unaufmerksamkeit des Halters… und ein Hund, der ganz dringend irgendwo hin muss. Im übrigen und so rein aus physikalischer Sicht reicht ein überraschend leichter Hund, um Finger mit Leinen zu brechen, wenn die Leine nur lang genug ist und die Beschleunigung stimmt. Fraglich ist, ob dabei tatsächlich Knochen brechen oder ob nicht eher die Sehnen rund um das betroffene Gelenk reissen. Soll ich dazu mal einen Arzt befragen?

Nummer 3: „erfahrungen mit hundetrainer norman mrozinski“

Habe ich nicht… aber nett ist er. Und – jetzt kommt ein Hinweis aus der pseudo-Insider-Ecke… Er heisst NormEn. Normen. Wie kann man diesen Nachnamen richtig schreiben, aber dann an einem Vokal im Vornamen scheitern?

Sollten Sie es mal mit einer Stunde bei ihm versuchen wollen, füttern Sie Ihren Hund vorher bitte ein wenig an, nehmen Sie auf jeden Fall Clicker und ein Kilo Lecker mit, dekorieren Sie Ihren Hund mit einem Kleidungsstück und einem aussagekräftigen Spruchband – und nehmen Sie auf jeden Fall Ihren Hund auf Ihren Schoss, während Sie Normen erklären, was Sie dank Ihres Lieblingsforums schon alles mit Ihrem Hund versucht haben. Der erste Eindruck ist immer oberwichtig!

Nummer 4: „fotos von altdeutschen schäferhund mischling“

Hab ich! Hier:
schnee 058sm

Grammatikalisch wäre übrigens ‚altdeutschem‘ richtig. Für Google würde ich so wenige Worte wie möglich und immer jegliche Deklination vermeiden, wobei das vermutlich nicht notwendig ist – Moment, ich teste das mal kurz:

‚fotos von altdeutschen schäferhund mischling‘ – 51.600 Suchergebnisse
‚fotos von altdeutscher schäferhund mischling‘ – 33.300 Suchergebnisse
‚foto altdeutscher schäferhund mischling‘ – 161.000 Suchergebnisse
‚altdeutscher schäferhund mischling‘ – 72.400 Suchergebnisse

Alles klar? 🙂

Nummer 5: „wozu ist das schwarze band bei der flexi leine“

Ah, wo ich das Ding gerade vor ein paar Tagen weggeworfen habe: RTFM!

Okay, ich will mal nicht so sein… die wäre dafür da, den Karabiner der Flexileine, der am Geschirr befestigt ist (weil Flexis an Halsbändern böse sind), zusätzlich noch mit diesem Band an der selben Stelle zu sichern, damit falls – was natürlich praktisch nie passiert – der Karabiner reisst (?!), einem das Ding nicht um die Ohren fliegt. Ich habe keine Ahnung, warum die Firma so wenig Vertrauen in ihre Karabiner hat und halte dieses Szenario auch für das weitaus unwahrscheinlichere. Viel wahrscheinlicher ist, dass man sich mit Hilfe der dünnen Schnur, die sich ganz einfach in eine ineffiziente Bandsäge umfunktionieren lässt, eine Extremität amputiert.

Nummer 6: „ich habe das gefühl das der schienbeinmuskel abreißt“

WTF? Hör auf, Google vollzujammern und geh zum Arzt!

Nummer 7: „malinois 16 wochen was sollte er können“

Atmen. Und schlafen. Aber Sie können gerne spielerisch, ohne Druck und Erwartungen, schon mal die Grundpositionen vorstellen. Die kann er dann zwar noch nicht unbedingt, aber das ist nicht schlimm – Malis sind nicht hirnamputiert, die lernen auch mit einem Jahr noch das Sitz, wenn’s sein muss.

Nummer 8: „gardinen knüpfen“

Eh… Aja? Ich würde ja zu Ikea fahren, aber meine Güte… jeder macht, was ihm gefällt! Viel Spass!

Nummer 9: „tagesablauf einer zecke“

Also – so als Biologin – würde ich den wie folgt beschreiben:

Die Zecke steht gewöhnlich zwischen 6 und 7 Uhr auf. Nachdem sie ihr stechsaugendes Gebiss gereinigt hat, trinkt sie erstmal einen Kaffee – der Tag ist lang, da will man fit sein. Auf dem Weg zur Arbeit holt sie sich noch die Tageszeitung und hilft einer Oma über die Strasse. Der Arbeitsalltag einer Zecke sieht wie folgt aus: Auf einem Blatt oder Grashalm sitzen und warten. Das ist sauanstrengend und bringt irre viel Verantwortung mit sich. Gewöhnlich geht die Zecke dann zwischen 17 und 18 Uhr wieder heim, besucht zur Entspannung noch einen Yoga-Kurs und schläft dann den Schlaf der Gerechten. Es kann auch passieren, dass der Zecke während der Erfüllung ihrer Arbeit ein Hund über den Weg läuft – in so einem Fall besteht der Job der Zecke darin, sich elegant von ihrem Arbeitsplatz aus auf den Hund zu schwingen, sich eine möglichst bescheuerte Stelle an dem nervigen Vieh zu suchen und ihm circa zwei Tropfen Blut abzuzapfen. Daraus macht die Zecke dann nach ein paar Tagen ungefähr 973.423 Eier, bevor sie… sterben die dann eigentlich vor Glück? Ich weiss es nicht.

Nummer 10: „stehend anti pinkelbilder“

Also… bei aller Liebe… aber… ich bin noch nie auf die Idee gekommen, Anti beim Pinkeln zu fotografieren. Besteht da echt Bedarf?

Ich habe mal aus Versehen Ixy beim Pinkeln fotografiert, als sie noch ein Welpe war… Ich dachte, sie sässe endlich mal einfach rum und wollte das nutzen. Soll ich zeigen? Ja? Echt? Na gut…

ixy 12wochen 008sm

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