Anti und die Kinder

Veröffentlicht: 8. Juni 2011 in Alltag
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Anti kommt aus einer Familie mit einem kleinen Kind – seit er bei mir ist, hat er immer grosses Interesse an Kindern gezeigt und auch wenn das Interesse rein positiv ist, hat mich das immer ein wenig verspannt, weil das nichts daran ändert, dass Anti ein sehr grosser Hund ist, der auch im Spiel mal einen Kratzer verursachen kann. Das ist sogar schon passiert, als ein Kind ihn ungefragt und unvermittelt einfach antatschte und Anti vor Freude an dem Kind hochsprang. Man darf nicht vergessen – er ist selbst noch ein Kleinkind.

Heute war ich auf dem Rückweg von einer Freundin zum Auto, da laufen drei Mädchen zwischen hm… sieben und neun Jahren, würde ich sagen, an mir vorbei und quieken ganz verliebt rum, als sie Anti sehen. Sie trauen sich zwar nicht, mich anzusprechen, aber in ihren hoffnungsvollen, glitzernden Augen steht der Wunsch: „Bitte, bitte – sprich uns an und sag uns, dass wir den Hund streicheln dürfen…“ So etwas mache ich aber grundsätzlich nicht. Pech gehabt. 🙂

Allerdings folgten den drei Mädchen zwei Jungs und einer von ihnen krakehlt mir schon aus zehn Metern Entfernung entgegen: „Daaaaaaf iech deeeen straaaaaiiiichääääln?!“ Na gut, wer so nett fragt, der darf. Ich warne noch vor Antisabber, aber der Junge ist sehr klug und hält erstmal die Hand zum Schnuppern hin und berührt dann sehr vorsichtig die Wange. Ich war ganz überrascht, dass ein so lauter Junge so empfindsam sein kann. Der zweite Junge nutzt die Gunst des Momentes und fragt auch. Nun kommen auch die Mädchen dazu – und im Nu sitzt Anti zwischen fünf aufgeregt blubbernden und Geschichten erzählenden Kindern.

Wenn sich so eine Gelegenheit ergibt, erzähle ich gerne davon, wie man mit einem fremden Hund umgehen sollte, was man nicht tun sollte und wie man es besser machen kann. Besonders ein Mädchen, das doch etwas Angst hat, übt an Anti, nicht bei jeder Bewegung die Arme hoch zu reissen und zu quietschen. Das ist ihr zwar nicht so wirklich gut gelungen, aber sie war voller guten Willen. *g* Teilweise betätscheln drei Kinder Anti, einer auf dem Kopf, einer die Wange, die dritte traut sich dank Ablenkung an der Vorderseite, den Rücken zu streicheln.

Warum ich das so detailliert erzähle?

Weil Anti ganz phantastisch mit Kindern umgeht! Schon vor einigen Wochen viel mir bei einem Treffen mit Bekannten auf, dass er mit Kindern ganz unterschiedlich umgeht als mit Erwachsenen, wenn er sich ruhig darauf vorbereiten kann. Er wird dann ganz langsam, schnuppert nur aus der Entfernung und rührt sich nicht mehr, wenn das Kind ihn berührt. Anders als bei Erwachsenen, deren Hände und Arme er auch mal gern ins Maul nimmt, leckt er einem Kind maximal vorsichtig die Hand. Selbst als ihn drei quasselnde Kinder gleichzeitig betatschten, war er sehr bemüht, die Ruhe zu bewahren. Ganz hervorragend! Ich habe ihn aus dieser Situation zwar sehr schnell herausgenommen, damit er eine Verschnaufpause hat, aber ich war ganz begeistert, wie konsequent er ruhig und über alle Maßen freundlich blieb. Kein Aufdrehen, kein Ausprobieren – ganz offensichtlich erkennt er, dass bei Kindern besondere Vorsicht geboten ist.

Hach, wat bin ich stolz!

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