Kein Auto wird je gross genug sein…

Veröffentlicht: 30. Mai 2011 in Autofahrten
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Gestern konnten wir eine Voliere für Antis Gassifund Freitag, die Krähe, abholen. Eine Stunde Autofahrt für eine Luxusbehausung… Super! Ich hatte extra nach den Maßen gefragt, damit das Ding tatsächlich in meinen Leichenwagen passt. Nun… es hat. Rückbank umklappen und bewundern, wie toll sich das riesige Gut in den hinteren Bereich des Autos (immerhin… ein alter Volvo V70) schmiegt.

Tja… und dann standen wir da – ich, meine bessere Hälfte und Anti. Es half nichts – der Hund konnte nur entweder in die Voliere oder in den Fussraum beim Beifahrer. Während sich meine bessere Hälfte also auf den Beifahrersitz setzte, rollte sich Anti auf dem Parkplatz zusammen: „Wenn ich hier eine Weile warte, löst sich die seltsame Situation bestimmt in Luft auf…“ *WartWart*

Anti ist zwar als Welpe immer im Fussraum des Beifahrers mitgefahren, aber jetzt, wo er ca. 65 bis 67cm (je nach Zollstock) misst, geht das schon aus Dimensionsgründen nicht. Ich habe ihn dennoch immer mal wieder für die 30 Meter zwischen Haustür und Parkplatz auf der Beifahrerseite mitgenommen – man weiss ja nie, was mal kommt. Zum Beispiel eine riesige Voliere…

Mit etwas Überzeugung quetschte sich Anti zur besseren Hälfte in den Fussraum – eine Stunde Rückfahrt steht an. Also los… In der ersten halben Stunde war es ein Drama… aber wirklich! Anti sitzt, aber so kann er nicht schlafen – wobei man aber während der Fahrt IMMER schläft. Eine Schlafposition muss dringend gefunden werden. Also Vorderbeine auf Besserhälftes Schoss, Kopf auf die Mittelkonsole, dabei völlig unbekannte Funktionen des Navis aufrufen. So geht’s nicht. Also gut, Kopf umlegen, rechte Pfote wo anders hin – das Auto schaltet vom Spar- in den Sportmodus, muss dann aber den Wintermodus zuschalten, weil die Pfote alle Knöpfe drückt. So geht’s auch nicht. Anti entscheidet sich für die andere Seite der Besserhälfte. Dafür trampelt er mit seinen 33kg über Besserhälftes Schritt, ich höre ein tiefes Stöhnen: „Fahr mal rechts ran… Jetzt! Schneller!“. Der Hund wird umrangiert, das gefällt ihm nicht, also entscheidet Anti, dass Stehen vielleicht eine alternative für einen entspannten Autofahrtsschlaf wäre… dabei landet die rechte Pfote wieder im Schritt, die linke drückt die Beinschlagader ab, tiefes Stöhnen von Mann und Hund. Ein zehnfach gemaultes ‚Sitz!‘ überzeugt Anti davon, dass Sitzen auch okay ist. Weiterfahrt. Die Hinterbeine nach links gedreht, die Vorderbeine nach rechts über den Schoss der Besserhälfte gefaltet, den Kopf links des Schosses zwischen Tür und Mann, findet Anti endlich eine Position, in der Schlafen rein theoretisch möglich wäre. Aber Stress und Körperwärme erfordern Hecheln. Hecheln kann man nicht zwischen Tür und Mann. Die folgenden Kilometer hat der Hund seinen Kopf auf dem Bauch der Besserhälfte, die sich darüber beschwert, das nun irgendwer meinen könnte, er hätte so zugenommen, dass es dort tatsächlich eine Ablagefläche gäbe.

In Zürich hat Anti dann plötzlich eine Erleuchtung. Er lässt seine Beine und den Hintern ein Stück in den Beifahrerfussraum rutschen… und plötzlich hat der Oberkörper dort auch Platz! Genau genommen hätte da doch glatt noch ein weiterer Hund reingepasst – okay, ein kleinerer Hund, aber immerhin! Anti schnauft, rollt sich zusammen, die bessere Hälfte schnauft und fängt an Sonennblumenkerne zu nagen. Noch eine halbe Stunde… dann sind wir da.

Ich bin ja so froh, dass Anti ein so ruhiger und gutmütiger Hund ist… zu Hause angekommen gab es erstmal ein riesiges Stück Pansen und viel Lob für den Falthund. 🙂

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